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Direkt vom Hersteller: was Direktimport aus Indien für Sie bedeutet

Direkt vom Hersteller: was Direktimport aus Indien für Sie bedeutet

Zwischen einem Knüpfstuhl in Indien und einem Verkaufsraum in Deutschland liegen klassischerweise drei bis vier Handelsstufen. Jede erfüllt eine Funktion, jede kostet Marge, und am Ende hat sich der Werkspreis eines Teppichs oft vervielfacht, ohne dass am Stück selbst ein Knoten dazugekommen wäre. Direktimport heißt: Diese Kette entfällt. Was das konkret bedeutet, was es bringt und was es von Ihnen verlangt, fasst dieser Beitrag zusammen.

Die klassische Handelskette und was sie kostet

Der traditionelle Weg eines indischen Teppichs nach Deutschland führt über einen Exporteur im Ursprungsland, einen Importeur oder Großhändler in Europa und den Einzelhandel. Jede Stufe kalkuliert ihre Spanne; branchenüblich verdoppelt sich der Preis über die Kette mindestens, häufig mehr. Dazu kommt ein zweiter, weniger sichtbarer Effekt: Mit jeder Stufe wächst die Distanz zwischen Ihnen und der Fertigung. Sonderwünsche, Farbvarianten und Maßänderungen werden durch jede Hand gereicht, die zwischen Ihnen und dem Knüpfstuhl liegt; jede Übergabe kostet Zeit und Präzision.

Was der direkte Weg verändert

Drei Dinge: Konditionen, Kontrolle und Herkunft.

Konditionen, weil Sie zum Manufakturpreis einkaufen und die Spannen der Zwischenstufen in Ihrer eigenen Kalkulation bleiben. Für Einrichter, Studios und Händler ist das der Unterschied zwischen einer auskömmlichen und einer guten Marge bei marktfähigem Endpreis.

Kontrolle, weil Ihre Spezifikation ohne Übersetzungsverluste am Knüpfstuhl ankommt. Maß, Farbe nach RAL- oder Pantone-Referenz, Florhöhe, Musterlage: Sie sprechen mit denen, die das Stück fertigen, nicht mit deren Wiederverkäufern. Wie diese Abstimmung im Projekt abläuft, zeigt der Leitfaden für Objekt und Projekt.

Herkunft, weil ein Stück, das direkt aus der Manufaktur kommt, eine belegbare Geschichte hat: welche Wolle, welche Färbung, welche Werkstatt. In einem Markt, der zu Recht nach Lieferkettentransparenz fragt, ist das ein Verkaufsargument, kein Beiwerk.

Incoterms: wer trägt was

Die Incoterms regeln, an welchem Punkt Kosten und Risiko vom Verkäufer auf den Käufer übergehen. Für den Teppichimport sind drei Klauseln relevant.

EXW (ab Werk): Sie organisieren Transport, Versicherung und Verzollung ab Manufakturtor selbst. Sinnvoll für Importeure mit eigener Logistik.

FOB (frei an Bord, z. B. FOB Mundra): Die Ware wird verschifft übergeben, See- oder Luftfracht und Einfuhr liegen bei Ihnen. Der übliche Mittelweg für Händler mit Speditionspartner.

DAP (geliefert benannter Ort): Carpetstory liefert bis zur Tür; Sie kümmern sich um nichts außer der Annahme. Für Einrichter und Projektkunden ohne eigene Importroutine die einfachste Form, auf Wunsch inklusive Abwicklung der Einfuhrabgaben.

Zoll und Steuer in Deutschland

Handgeknüpfte Teppiche aus Wolle laufen unter der Zolltarifnummer 5701.10. Bei der Einfuhr in die EU fallen Zoll sowie die deutsche Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent an. Für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen ist die Einfuhrumsatzsteuer ein durchlaufender Posten: Sie wird gezahlt und als Vorsteuer geltend gemacht, belastet das Ergebnis also nicht. Der anwendbare Zollsatz wird im Angebot ausgewiesen, sodass Ihre Kalkulation vor Bestellung vollständig ist, ohne Überraschungen bei der Ankunft.

Klingt nach Verwaltung, ist aber Routine: Bei Lieferung DAP übernimmt Carpetstory die Abwicklung komplett, bei FOB erledigt sie jede Spedition im Standardgeschäft.

Transport und Zeit

Verschifft wird über die Westhäfen Mundra oder Nhava Sheva, nach Hamburg oder Bremerhaven. Rechnen Sie mit vier bis fünf Wochen Hafen zu Hafen, plus Vor- und Nachlauf. Muster, Einzelstücke und terminkritische Lieferungen gehen per Luftfracht in fünf bis sieben Tagen, gegen entsprechenden Aufpreis.

Teppiche reisen gerollt, in reißfester Folie und Gewebe verpackt; Seefracht in Containern, bei Sammelladung sauber von anderer Ware getrennt. Eine Transportversicherung ist in jedem Angebot enthalten oder ausweisbar.

Für wen sich das rechnet

Für Innenarchitekten und Einrichter, die Einzelstücke oder Projektserien in eigener Spezifikation beziehen. Für Boutiquen und Händler, die eine Kollektion mit belegbarer Herkunft und gesunder Marge aufbauen. Und für Objektkunden, die Hotellerie oder Büroflächen ausstatten und den Umweg über den Zwischenhandel schlicht nicht brauchen.

Was es von Ihnen verlangt, ist im Kern eines: Vorlauf. Direktimport ist kein Lagerabverkauf; die Zeitachse einer Fertigung plus Fracht gilt. Wer sie einplant, bekommt das bessere Stück zum besseren Preis, mit einer Geschichte, die sich belegen lässt.

Senden Sie uns Ihre Anfrage mit Stückzahl, Maß und Zeithorizont; Sie erhalten innerhalb von zwei Arbeitstagen ein Angebot mit vollständiger Kostenaufstellung bis zur Tür.